Spätsommer

 

Der Sommer schmilzt dahin und mit ihm seine Farben.

Altweibersommertage mit goldenen Kronen kommen an die Macht.

Man fährt ein die Ernte und die Garben,

und das grüne Gold der Hallertau verschwindet über Nacht.

Es hinterlässt einsam reigende Hopfenstangen.

Du letzte Schwalbe, lass dich noch einmal nieder und sing.

Ach könnte man den Sommer doch fangen,

wie einen leichtsinnig tanzenden Schmetterling.

Spinnennetze gleichen verzauberten Rädern im Morgendunst,

wo Kastanien und Herbstzeitlose zu finden sind.

In neuen Noten und goldenen Pinselstrichen erscheint die Welt als Kunst,

denn es ist Spätsommer in Osterwind.