Der Naturlandhof Osterwind

 

Der Hallertauer Bauernhof Osterwind ist ein landwirtschaftlicher Biobetrieb und gehört zur Gemeinde Pfeffenhausen. Zum Hof im ländlichen Herzen Bayerns zählen 38 Hektar Ackerland, auf denen Kleegras, Winterweizen, Landsberger Gemenge, Mais, Erbsen, Dinkel und ein Hafer-Gerste-Gemenge angebaut werden. Außerdem 15 Hektar Grünland, als Sommerweiden für Kühe und 13 Hektar Wald.

 

Alle Produkte stehen unter dem Naturland Siegel und werden biologisch angebaut. Artgerecht werden 45 Milchkühe, 12 Mastochsen, 60 Kälber, 25 Zuchtschweine und 140 Mastschweine gehalten. Weizen und Dinkel werden in der Mayermühle Landshut verarbeitet. Milch wird an die Domspitz Molkerei, Regensburg verkauft. Der Verkauf des Fleisches erfolgt über die Naturland Marktgesellschaft.


 

In Osterwind werden nur natürliche Düngemittel, keine Schädlingsbekämpfungsmittel und keine chemischen oder synthetischen Mittel in Anbau und Viehhaltung verwendet.

 

Das Ziel des Biobauernhofes ist es im Einklang mit der Natur zu leben.

Dieses Wissen möchten wir in unseren Angeboten weitergeben

Unsere Schweine:

 

Wir mästen im Jahr rund 400 Schweine. Dabei legen wir großen Wert auf artgerechte Tierhaltung. Das bedeutet unter anderem, dass wir den Tieren ausreichend Platz geben, damit sie ihren arteigenen Verhaltensweisen nachgehen können. Im Stall und im Außenbereich finden sie bei uns viele Möglichkeiten zum Wühlen, Suhlen und Ausruhen. Schweine sind von Natur aus reinliche Tiere. Deshalb ist es wichtig, dass Liege- und Kotplätze in den Ställen getrennt sind.

Im ökologischen Landbau sind Spaltenböden im Liegebereich verboten, da sie die Gelenke der Tiere belasten und ein artgerechtes Verhalten beeinträchtigen. Unsere Schweine liegen auf einer natürlichen "Matratze" aus Stroh. In einem so genannten Familienstall halten wir unsere 20 Zuchtsauen mitsamt ihrem Nachwuchs, damit die Tiere eine natürliche Mutter-Kind-Beziehung aufbauen können.

Unsere Schweine bekommen ballaststoffreiches Raufutter (frisches Gras, Heu) und Getreideschrot, das mit Leguminosen zu einem eiweißreichen Kraftfutter gemischt wird. Während ihrer Säugezeit benötigen die Sauen eine spezielle Eiweißzusammensetzung.

Mit unserer artgerechten Schweinehaltung erreichen wir eine hohe Fleischqualität. Den Grundstein dafür legen wir bereits bei der Rassenwahl: Robust und stresstolerant sollen die Tiere sein und das Futter gut verwerten können. Unsere Muttertiere (Deutsches Land- oder Edelschwein) werden mit Ebern der Rasse Pietrain gedeckt. Diese Rasse zeichnet sich durch eine gute Bemuskelung und einen hohen Magerfleischanteil bei geringer Fettauflage aus. Zu unserer Schweinefamilie gehört auch ein weibliches Wildschwein.

Unsere Kühe:

 

Zu unserer Fleckvieh - Rinderherde gehören 60 Kälber und weibliche Jungtiere aus eigener Nachzucht. Ausreichend Platz und frische Luft bekommen unsere Kühe und Kälber schon von klein auf.
Mit unserer 45-köpfigen Milchkuhherde erzielen wir eine hervorragende Leistung. Die Kühe durchlaufen morgens und abends einen Melkstand. 5500 Liter Milch gibt eine Kuh etwa im Jahr. Die Biomilch wird nach Regensburg zur Molkerei Domspitz geliefert und jeden zweiten Tag abgeholt.
Die Kuhherde grast im Sommer ganztags und nachts auf einer Kurzrasenweide. Den Rest der Zeit und im Winter verbringen die Tiere im Stall. Der klassische Anbindestall hat jedoch ausgedient und wurde zum Tretmiststall umfunktioniert. Hier werden die Kühe nicht mehr angebunden und können sich den ganzen Tag über frei bewegen. Sie können wählen ob sie sich im Freien in dem großzügigem Auslauf aufhalten oder es sich drinnen im Stroh bequem machen. 
Durch das Jahr werden etwa zwölf Ochsen gemästet. Diese werden im Sommer ganztags auf der Weide gehalten.
Tiere aus der Nachzucht dürfen ebenfalls teilweise auf die Weide.
Im Sommer werden alle Rinder nur mit Gras und Heu gefüttert, im Winter mit Gras- und Maissilage sowie Heu.
Als Kraftfuttermittel erhalten die Tiere geschrotetes Getreide, welchem im Winter Erbsen beigemengt werden.

Unsere Erträge aus Feld und Wald:

 
Auf einer knapp 40 Hektar messenden hofeigenen und ca. 13 Hektar gepachteten Ackerfläche bauen wir zur Futtergewinnung neben Getreide auch Hülsenfrüchte wie Erbsen und Wicken an. Sie reichern den Boden mit wertvollem Stickstoff an. Die Bodenfruchtbarkeit erhalten und fördern wir außerdem mit dem Anbau von Phacelia und Kleegras. Auf die Gesamtfläche entfallen ca. 45 dt Weizen, ca. 35 dt Hafer, Gerste und Erbsen, ca. 30 dt Triticale und Wintererbse, ca. 30 dt. Erbsen und ca. 30 dt Dinkel. Außerdem werden Kleegras, Silomais, Wicken, Weidegras und Zwischenfrüchte angebaut. Unser Wald besteht aus ca. 13 Hektar. Pro Jahr werden etwa 100 bis 150 m³ Holz geschlagen. Darunter überwiegend Nadelholz wie Fichte, Tanne, Douglasie, Kiefer, Lärche und Laubbäume wie Buchen und  Eichen. Vereinzelt auch Sorten wie Ahorn, Esche oder Kirsche.

Unsere Energiegewinnung:

 

Unsere Photovoltaikanlagen haben etwa 430 KWp. Somit produzieren wir mehr als 430 000 Kilowatt pro Jahr.

 

 

Wie jeder ökologisch wirtschaftende Betrieb wird auch unser Naturland Hof mindestens einmal jährlich auf die Einhaltung der EG-Öko-Verordnung und zusätzlich der Naturland Verbandsrichtlinien überprüft. Diese Kontrollen führt eine unabhängige, staatlich zugelassene Kontrollstelle durch, bei der unser Betrieb unter der Kontrollnummer D-BY-037-10541-AD geführt wird